Lungenkrebs erkennen,
bevor er Symptome macht.
Das neue Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT (NDCT) ermöglicht es, Lungenkrebs in einem frühen, heilbaren Stadium zu erkennen – kostenlos für anspruchsberechtigte Raucher und Ex-Raucher.
Ihr Weg zum Lungenkrebs-Screening
Nutzen Sie unsere Informationsangebote für alle Aspekte des Screenings – von der Berechtigung bis zur Nachsorge.
Schritt für Schritt erklärt: Vom Erstgespräch beim Radiologen bis zur NDCT-Untersuchung und Befundbesprechung.
Mehr erfahrenInteraktiver Selbstcheck mit Packungsjahre-Rechner – prüfen Sie in 2 Minuten, ob Sie anspruchsberechtigt sind.
Zum SelbstcheckBegleitende Unterstützung beim Rauchstopp: Kursangebote, telefonische Beratung und digitale Programme in der Region.
Hilfe findenAntworten auf die wichtigsten Fragen von Patienten: Kosten, Strahlung, Befunde und was nach dem Screening folgt.
Alle FragenDer Screening-Ablauf in 4 Schritten
Das strukturierte Lungenkarzinom-Screening folgt klaren Qualitätsstandards – vom Arztgespräch und der Überweisung bis zur NDCT-Untersuchung und dem Befundbericht.
Der Einstieg führt über Ihren Hausarzt, Internisten, Pneumologen oder Arbeitsmediziner. Er prüft Ihre Anspruchsberechtigung, führt das Informationsgespräch und stellt – bei Erfüllung aller Voraussetzungen – die Überweisung aus. Eine Einladung durch die Krankenkasse gibt es nicht.
DetailsIn einer niedergelassenen, zertifizierten Radiologiepraxis klären Sie im Aufklärungsgespräch Nutzen, Risiken und Ablauf.
DetailsDie Niedrigdosis-CT dauert nur wenige Minuten. Die Erstbefundung erfolgt beim beauftragten, zertifizierten Radiologen in der Region.
DetailsUnklare oder auffällige Befunde werden zur Qualitätssicherung am Institut für Radiologie des Klinikums Chemnitz zweitbefundet.
DetailsWer übernimmt welche Aufgabe?
Das Screening ist ein strukturiertes Zusammenspiel aus niedergelassenen Radiologen und dem Klinikum Chemnitz als Zweitbefundungs-Zentrum.
Die NDCT-Untersuchung und die Erstbefundung werden von niedergelassenen, für das Lungenkarzinom-Screening zertifizierten Radiologen in der Region durchgeführt. Nur Praxen mit dieser Zertifizierung dürfen das Screening im Rahmen der GKV-Kassenleistung anbieten.
Achten Sie darauf, dass Ihre Radiologiepraxis das Zertifikat „Lungenkarzinom-Screening" der zuständigen Fachgesellschaft besitzt. Die Krankenkasse hilft bei der Suche.
Das Institut für Radiologie und Neuroradiologie des Klinikums Chemnitz übernimmt die Zweitbefundung bei unklaren oder auffälligen NDCT-Befunden sowie die koordinierende Funktion als Referenzzentrum der Gesundheitsregion Südwestsachsen.
Das Screening richtet sich an Personen in dieser Altersgruppe mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko durch Rauchen.
Ein Packungsjahr entspricht einer Schachtel Zigaretten täglich über ein Jahr. 20 Zigaretten täglich × 15 Jahre = 15 PJ.
Auch Ex-Raucher sind berechtigt, wenn der Rauchstopp weniger als 10 Jahre zurückliegt – das Risiko bleibt erhöht.
Jetzt ist der beste Zeitpunkt für den Rauchstopp
Die Teilnahme am Screening ist auch ein idealer Anlass, mit dem Rauchen aufzuhören. Verschiedene Angebote – von Kursen über digitale Programme bis zur Telefonberatung – helfen Ihnen dabei, und viele davon werden von den Krankenkassen bezuschusst.
Alle Angebote ansehenRaucherambulanz Chemnitz der TU Chemnitz – evidenzbasierte Kurse mit wissenschaftlicher Begleitung
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)-Rauchfrei-Telefon: 0800 8 31 31 31 – kostenlos, montags bis donnerstags
rauchfrei-info.de – kostenloses Ausstiegsprogramm des BIÖG (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit)
Viele Krankenkassen erstatten bis zu 100 % für zertifizierte Rauchentwöhnungskurse nach §20 Sozialgesetzbuch V (SGB V)
Was Patienten am häufigsten fragen
Ja – seit April 2026 ist das Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT eine offizielle Kassenleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Wenn Sie die Anspruchskriterien erfüllen, entstehen Ihnen keine Kosten. Privatversicherte wenden sich an ihre Krankenkasse.
Die Niedrigdosis-CT verwendet ca. 1–2 mSv – das entspricht etwa der Hälfte der jährlichen natürlichen Hintergrundstrahlung in Deutschland (ca. 2,1 mSv/Jahr). Zum Vergleich: Eine Standard-CT des Thorax liefert ca. 7–8 mSv. Der Nutzen durch Früherkennung überwiegt das Strahlenrisiko bei Hochrisikogruppen deutlich.
Die meisten auffälligen Befunde sind kleine, harmlose Lungenknoten (sog. Zufallsbefunde). Bei unklaren Befunden erfolgt eine Zweitbefundung am Institut für Radiologie des Klinikums Chemnitz. Je nach Ergebnis werden Kontroll-CTs in definierten Abständen oder weiterführende Diagnostik (Biopsie, Positronen-Emissions-Tomographie (PET)-CT) empfohlen. Ihr Radiologe bespricht alle Schritte mit Ihnen.
Haben Sie noch Fragen?
Antworten auf die häufigsten Patientenfragen finden Sie auf unserer FAQ-Seite. Für medizinische Fragen wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder die zertifizierte Radiologiepraxis in Ihrer Nähe.